Wie wirklich die Wirklichkeit ist, ist immer noch und immer wieder eine virulente Frage. Der Zugang zur subjektiven, sozialen, natürlichen und gesellschaftlichen Welt ist nie direkt. Er ist zum einen sinnlich erfahrbar, indem wir hören, sehen, riechen, schmecken und berühren können. Zum anderen ist er medial durch Bilder, Texte und Zahlen vermittelt. Diese changieren zwischen Abbild und Konstruktion und legen Pfade des Erkennens und Verkennens. Ein Bild mag mehr „als tausend Worte sagen“, es lenkt aber auch unseren Blick. Ein Text beschreibt, argumentiert und erklärt Wirklichkeit, er verleitet aber auch zu Urteilen und zum So-Denken. Die Zahl scheint unbestechlich und ist den Dingen doch oft nur äußerlich. Zudem konkurrieren Bild, Text und Zahl um unsere Aufmerksamkeit.

Als Berater/innen in der Arbeitswelt ist genau all dies unsere Wirklichkeit. Was wir über Organisationen, Teams und die handelnde Akteure zu wissen meinen, tun wir nur anhand von Bildern, Texten und Zahlen. Den Ratsuchenden geht es nicht anders. Aber auch Forscher/innen bewegen sich zwischen Bild, Text oder Zahl, indem sie diese zum Ausgang ihrer Forschung nehmen und ihre Ergebnisse zugleich darin präsentieren. Dennoch lassen wir uns alle darauf ein, diese als Chiffren der Wirklichkeit ernst zu nehmen, auch damit zu spielen und sie zugleich zu hinterfragen.

Die Tagung will dies nicht nur theoretisch reflektieren und bedenken, sondern anhand konkreten Handelns in Beratung und Forschung kritisch beobachten.

Das ausführliche Programm finden Sie hier.